projekte
Zimbabwe
Mittwoch, den 01. September 2004

2004 auf der Reise nach Zimbawe entsteht die Serie Afrikaspuren Zimbabwe. Als Farbe verwendet sie Erde, Steine und Materialien vor Ort. Auf dieser Reise entstehen auch ein Großteil der Reiseprotokolle und zwei Papierrollen mit Zeichnungen. Eine Rolle mit Zeichnungen von Krokodilen, entsteht in der Krokodilfarm in Binga. Eine zweite Rolle mit Zeichnungen von Passanten, entsteht im Dorf Siachilaba.

Das Projekt ist eine Promotion-Tour für tonga online. Die Tournee beginnt in Harare, mit zwei Konzerte von Karl Ritter. Der Zeitplan ist sehr straff organisiert. Mit Empfängen und Meetings mit Veranstalter und möglichen Partnern, die das Projekt unterstützen könnten. Die Tournee führt über Bulawayo in das Gebiet der Tonga, wo wir die kleinen Dörfer der Tonga besuchen. Als in den 60iger Jahren der Zambezi zum Karibasee gestaut wird, werden die tonga in ein unfruchtbares Land ”zwangsumsiedelt“. Seither sind sie in Opposition zur Regierungspartei und werden von dieser unterdrückt. Damit Ihre einzigartige Kultur nicht in Vergessenheit gerät, rief Peter Kuthan das Projekt ”mulonga net“ ins Leben. Im Rahmen des ”mulonga net“ - Projekts werden im Vorfeld, im entlegenen Binga Distrikt in Zimbabwe drei Computerzentren an Schulen eingerichtet, um dem Volk der Tonga Zugang zum Internet und eine Plattform der Information und Verständigung zu ermöglichen. Im kleinen Dorf Siachilaba werden die Computer offiziell in einem Festakt, der mehrere Tage dauert, übergeben. Eine über hundertköpfige Ngoma Buntibe Musikgruppe mit Chief Sinazongwe aus Zambia überquert mit ihren Fischerbooten die kilometerbreiten Gewässer, um mit der Tonga Gemeinde auf der zimbabweschen Seite die Eröffnung der zwei Computerzentren in Siachilaba und Siansundu zu feiern. Gleichzeitig wird über das Internet Radio Emap.FM und der website Tonga online eine Verbindung zwischen diesem MULONGA.NET FESTIVAL im Tonga Gebiet und dem ARS ELECTRONICA FESTIVAL in Linz hergestellt.

Diese Klangbrücke zwischen dem Dorf Siachilaba und dem Donaupark in Linz steht für den ambitionierten Versuch den ”global digital divide“ sichtbar zu machen und symbolisch zu überwinden: Karl Ritter, unterwegs bei den Tonga am Zambezi und Otto Lechner vor dem Brucknerhaus an der Donau spielen gleichsam die Boten im Cyberspace. Ab Binga stosst; auch der aus Sambien stammende Maler Patrick Mweemba zu uns und begleitet uns bis Lusaka. Wir setzen unsere Reise mit einem Abstecher nach Hwange, über Livingstone fort. Am Festakt in Siachilaba werden wir noch zu den Tonga - Stämmen auf der Sambiaseite des Karibasee’s eingeladen. Von dort geht es nach Lusaka, wo wir die Reise beenden.


 
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